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30. April 2010: Managed Care – heikle Entscheide in der Kommission des Nationalrates

Mit den sogenannten Managed Care Modellen sollen die Versicherten eine Versicherungsform wählen können, die ihnen von der Diagnose bis zur letzten Therapie die gesamte medizinische Versorgung über ein Versorgungsnetzwerk gewährleistet. Künftig soll diese besondere Versicherungsform sogar zum „Normalfall“ werden, d.h. für Versicherte in integrierten Versorgungsnetzen soll der Selbstbehalt künftig 10% betragen und für alle übrigen Versicherten 20%.

Obwohl die Förderung der integrierten Versorgung grundsätzlich sehr zu begrüssen ist, birgt die Vorlage einige Stolpersteine und zahlreiche Fragen können noch nicht befriedigend beantwortet werden. Gemäss Medienmitteilung der Kommission sollen Versicherte, die sich für dieses Model entscheiden, während 3 Jahren gebunden sein und nicht in ein anderes Versicherungsmodell wechseln können. Zudem sollen die Versicherer frei sein, ob sie mit bestehenden Versorgungsnetzen Verträge abschliessen wollen oder nicht und zahlreiche Fragen bezüglich der Versorgungsdichte und den Einbezug bestimmter Spezialärzte sind offen. Angesichts der Tatsache, dass sich über die Hälfte der Bevölkerung einen Selbstbehalt von 20% schlicht nicht leisten kann, könnte die Wahlfreiheit für die Versicherten mit der sich abzeichnenden Lösung in massiver Weise eingeschränkt werden.

Gerade für chronisch kranke Menschen ist diese Gesetzesvorlage von grosser Bedeutung. Die CFCH und die GELIKO werden die weitere Entwicklung in diesem Geschäft aufmerksam verfolgen und versuchen, sich für eine patientenfreundliche Ausgestaltung der Vorlage einzusetzen.

GELIKO News (April 2010)



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Aktualisiert: Donnerstag, 17. Mai 2012