«Leben mit einer chronischen Krankheit»

Revision der Mittel- und Gegenständeliste betrifft auch Menschen mit Cystischer Fibrose

30.09.2020

Die Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL) regelt die Mittel und Gegenstände, die von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) bzw. Invalidenversicherung (IV) übernommen werden. Die geplanten Änderungen betreffen auch Menschen mit Cystischer Fibrose und führen teilweise zu einer deutlichen Verschlechterung. Die CFCH empfiehlt ihren Mitgliedern, aktiv zu werden: Klären Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, ob ein Kauf, ein Ersatz oder die Wartung Ihres Geräts möglich ist. Ein solcher Kauf oder die Wartung müsste noch in diesem Jahr erfolgen. Gleichzeitig ist die CFCH im engen Kontakt mit der SWGCF (Fachgesellschaft der CF-Ärzt/innen in der Schweiz), welche zusammen mit anderen Fachgesellschaften eine Anpassung der geplanten Änderungen fordert.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) plant diverse Anpassungen in der Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL). Die Fachgesellschaften haben das BAG im Rahmen der Vernehmlassung auf wichtige Punkte hingewiesen, die aus medizinischer Sicht problematisch wären (vgl. Detailinformationen hier). Die genannten Punkte wurden jedoch nicht oder nur ungenügend berücksichtigt, so dass die geplante MiGel-Revision in der aktuellen Form nicht zielführend ist. Die CFCH ist im engen Kontakt mit der SWGCF (Fachgesellschaft der CF-Ärzt/innen in der Schweiz), welche zusammen mit anderen Fachgesellschaften und der Lungenliga weiterhin eine Anpassung der geplanten Änderungen fordert. Je nach Verlauf der Gespräche wird sich die CFCH ebenfalls in die Diskussion einbringen und die Fachgesellschaften in ihren Forderungen unterstützen.

 

Unseren Mitgliedern empfehlen wir, möglichst bald das Gespräch mit dem behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Ärztin zu suchen und abzuklären, ob

a.    noch vor Ende des Jahres die Anschaffung bzw. der Ersatz eines der unten genannten Geräte möglich ist.

b.    noch vor Ende des Jahres die Wartung eines der bereits benutzten Geräte möglich ist.

 

Damit soll gewährleistet werden, dass die Vergütung noch im Jahr 2020 nach den bisherigen Konditionen erfolgt, falls die MiGel-Revision in der vorliegenden Form umgesetzt wird. Die CFCH wird den Prozess weiterhin genau verfolgen und sich für die Anliegen der CF-Betroffenen einsetzen.